Tourismus Zamora

FESTE UND WALLFAHRTEN



Romería del Cristo de Morales:

Tatsächlich gehört diese Romería (eine Art festliche Wallfahrt oder Prozession) zu Morales del Vino, doch weil das Dorf nur vier Kilometer entfernt liegt, nehmen auch viele Menschen aus Zamora daran teil. Die Stadtverwaltung von Zamora organisiert an diesem Tag sogar Busfahrten zur Ermita del Cristo (der Wallfahrtskirche von Morales), wo die Romería stattfindet.
Die Wallfahrt wird am 9. Mai und in der Nacht davor gefeiert, und am Tag der Feier treffen sich die Pilger auf den Wiesen bei der Kirche, um gemeinsam zu vespern. Rund um die Kirche gibt es Stände mit Haselnüssen, Krapfen, Tapas und kleinen Gerichten.
Um 10 Uhr beginnt die Prozession von der Kirche Nuestra Señora de Asunción zur Ermita del Santísimo Cristo de Morales. Die Ankunft ist gegen 11 Uhr, im Anschluss wird die Messe gelesen. Um 21 Uhr zieht die Prozession zurück zur Kirche Nuestra Señora de Asunción.
In Zamora ist dieser Tag kein Feiertag.


Romería del Cristo de Valderrey:

Diese Wallfahrt findet am Ostersonntag zu der vier Kilometer von Zamora entfernten Ermita del Cristo statt.
Der Christus von Valderrey befindet sich das Jahr über in der Iglesia del Espíritu Santo in Zamora. Am Wallfahrtstag wird die Heiligenfigur um 9 Uhr morgens in einer Prozession zur Wallfahrtskirche von Valderrey getragen. Dort findet eine Messe und im Anschluss eine Prozession durch die Gegend statt, um die Ländereien zu segnen. Zurück bei der Wallfahrtskirche wird erneut eine Messe gefeiert. Anschließend wird die Romería mit Tänzen, traditionellen Gesängen und typischen regionalen Gerichten fortgesetzt. Dafür stehen Stände mit Tapas, Erfrischungsgetränken, Nüssen und den traditionellen Rosquillas del Cristo (einer Art Krapfen) bereit.


Markt und Fest des San Pedro:

Um den 29. Juni herum finden der Markt und das Volksfest des heiligen Petrus (San Pedro) statt, der zusammen mit dem heiligen Ildefons (San Ildefonso) Schutzheiliger von Zamora ist. Etwa zehn Tage lang bieten sich den Besuchern aller Altersgruppen zahlreiche kulturelle, sportliche und musikalische Veranstaltungen. In dieser Zeit finden auch traditionelle Märkte wie der Töpfer- oder der Knoblauchmarkt statt.


Semana Santa:

Die Semana Santa von Zamora wurde 1986 zu einer international bedeutenden Touristenattraktion erklärt. Die Tradition der Semana Santa reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Das größte Fest der Stadt wird geprägt von den Prozessionen der insgesamt 17 Bruderschaften und zeichnet sich vor allem durch Schlichtheit, Stille, Religiosität und Expressivität aus.


September-Markt und Fest der Virgen de la Concha:

Um den 8. September herum (Festtag der Virgen de la Concha) finden während einiger Tage, die von Jahr zu Jahr variieren, eine Reihe von Veranstaltungen statt. Die wichtigste ist die Prozession durch die Straßen von Zamora, bei der die Figur der Jungfrau zur Kathedrale getragen wird. Dort kann man die traditionelle „Blumengabe“ bewundern, bei der die Bewohner von Zamora und der Provinz, gekleidet in den typischen Trachten der einzelnen Gemeinden, Blumensträuße vor der Marienfigur ablegen. Im Anschluss wird die Eucharistie gefeiert.
Zu den zahlreichen Veranstaltungen dieser Tagen zählen Sportturniere, das Treffen der Spitzenklöpplerinnen, Jahrmärkte, Folklorefestivals und Konzerte mit klassischer und zeitgenössischer Musik.
Die Figur der Virgen de la Concha wurde im Jahr 1032 in der Krypta von San Antolín in Palencia von König Sancho dem Großen gefunden. Im Jahr 1062 wurde die Heiligenfigur von den Bewohnern von Palencia nach Zamora gebracht. Womöglich kamen sie, um die Stadt neu zu besiedeln oder sie vor den Moslems zu schützen. Im Jahr 1100 wurde die Jungfrau zur Schutzheiligen der Stadt erklärt.
Die Figur der Jungfrau war stark mit der Zunft der Wollwarenhändler verbunden, die hauptsächlich aus Palencia stammten. Der Ort, an dem die Heiligenfigur verehrt wird, die Kirche San Antolín, befindet


Romería de la Hiniesta:

Die Feier findet am Pfingstmontag statt. Seit sieben Jahrhunderten wird die Virgen de la Concha (Die Schutzheilige der Gemeinde Zamora) in einer Prozession zum acht Kilometer entfernten Ort Hiniesta getragen. Mit dieser Tradition wird an den Fund der Figur der Jungfrau von Hiniesta durch König IV. von Kastilien an der Stelle erinnert, wo sich das Dorf befindet. Ablauf der Romería:
Um 8 Uhr morgens wird in der Kirche San Antolín in Zamora die „Pilgermesse“ gelesen. Anschließend wird die Figur der Jungfrau in einer Prozession nach Hiniesta getragen. Auf dem Weg wird an mehreren Stationen Halt gemacht:
- In der Kirche San Lázaro, wo ein Salve Regina vor der Figur der Virgen del Yermo gebetet wird und die Menschen aus der Gegend den Boden vor der Virgen de la Concha mit Blumen auslegen.
- Am Cruz del Rey Don Sancho (Kreuz des Königs Don Sancho), wo ein Responsorium für den Monarchen gebetet wird und die Jesusfigur verehrt wird.
- Am Teso de la Salve, wo man das Salve Regina singt und die Prozession nach Hiniesta neu geordnet wird, um dort vom Bürgermeister und den Einwohnern empfangen zu werden.
Während der Prozession machen die Pilger auch an einigen der am Weg liegenden Höfe Halt, wo alle Teilnehmer der Romería von den Verwaltern der Bruderschaften zu Limonade und Gebäck eingeladen und die für Zamora typischen Jotas getanzt werden.
In Hiniesta wird die Virgen de la Concha in die Kirche gebracht und die Eucharistie gefeiert. Das Fest wird mit dem Essen in Hiniesta fortgesetzt. Gegen 17 Uhr geht es zurück nach Zamora. Unterwegs gibt es einen Halt in der Ermita del Cristo del Valderrey, wo die Verwalter der Bruderschaften und alle Pilger, die dies wollen, den Rosenkranz beten. Auf der Wiese bei der Ermita del Cristo wird gevespert, und die Verwalter der Bruderschaften laden die Teilnehmer wieder zu Süßigkeiten und Erfrischungsgetränken ein. Von dort aus gelangt die Prozession durch den Wald von Valorio mit der Heiligenfigur der Virgen de la Concha zurück in die Stadt. Der letzte Halt findet in der Ermita de los Remedios statt, wo das Salve Regina gesungen wird und sich die Stadtverwaltung einfindet.
Gegen 22 Uhr zieht die Virgen de la Concha wieder in die Kirche San Antolín ein.