Tourismus Zamora

MUSEEN UND THEATER



Museo de Semana Santa:

Das am 9. September 1964 eröffnete Museum wurde 1957 von der Junta Pro Semana Santa, einem Ausschuss, der sich der Tradition der heiligen Woche in Zamora widmet, konzipiert und dient dazu, die Prozessionsmotive der Semana Santa zu bewahren und der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Die erste schriftliche Erwähnung der Semana Santa von Zamora stammt aus dem 13. Jahrhundert. Im Hoch- und Spätmittelalter veranstalteten die Klöster und Konvente – vor allem die Bettelorden – Prozessionen in den umliegenden Straßen. Man wollte dem Volk in betont didaktischer und spiritueller Absicht die Stationen des Leidens, des Todes und der Auferstehung Jesu Christi zeigen. Die Semana Santa diente als wertvoller Katechismus, der auf fesselnde Weise die christliche Botschaft vermitteln sollte. Auch Jahrhunderte später haben die Prozessionen viel von ihrem ursprünglichen Charakter bewahrt: Schlichtheit, Stille und Gebet, drei Eigenschaften, die vielleicht am besten die Semana Santa von Zamora charakterisieren. Das Antiquierte der Bruderschaften ergänzt sich auf perfekte Weise mit der künstlerischen Qualität der Heiligenfiguren. Das im romanischen Stadtkern gelegene Museum der Semana Santa beherbergt 37 Prozessionsmotive, die den Leidensweg Jesu Christi darstellen, gefertigt von imagineros (Holzschnitzern von Heiligenfiguren) wie Ramón Álvarez, Mariano Benlliure, Quintín de la Torre, Aurelio de la Iglesia oder Ricardo Segundo.
Contact Info:
Plaza de Santa María la Nueva nº 1, 49001 Zamora
Tel: 980 532 295
Fax: 980 536 072
Öffnungszeiten:
- Dienstag bis Samstag: von 10:00 bis 2:00 Uhr und von 5:00 bis 18:00 Uhr
- Sonntag und Ferien: von 10.00 bis 14.00 Uhr
Eintritt:
4 €, ermäßigt 2 € (bei entsprechendem Nachweis)


Ethnologisches Museum:

Ende 2002 öffnete das Museo Etnográfico de Castilla y León seine Pforten. Gefördert von der Region Kastilien und León entstand das Museum aus der Idee heraus, ein lebendiges Zentrum zu schaffen, das das vielfältige Erbe an Traditionen und Gebräuchen der Gemeinde beherbergt und zugleich als Ort der wissenschaftlichen Forschung dient. Zu diesem Zweck übergab das Kreditinstitut Caja España dem Museum eine bedeutende Sammlung materieller (ca. 10.000 Ausstellungsstücke), schriftlicher und audiovisueller Kulturgüter. Nach Fertigstellung des Museums, dem ersten dieser Art mit regionaler Ausrichtung, wurde dessen Leitung der Stiftung Fundación Siglo übertragen. Mit seiner bedeutenden Sammlung von Objekten von großem ethnologischen Wert wie Werkzeugen, Ackergeräten, Töpferwaren, volkstümlicher Keramik, Kleidung, Schmuck und vielen anderen Gegenständen möchte das Ethnologische Museum die Besucher neugierig machen und zum Nachdenken über die Geschichte anregen.
Kontakt:
C/ Sacramento s/n, 49004 Zamora
Tel: 980 531 708
Fax: 980 508 269
info@etnografico.org
Öffnungszeiten:
- Di-So: 10-14 Uhr u. 17-20 Uhr
Eintritt:
3 €, ermäßigt 1 € (bei entsprechendem Nachweis)
Freier Eintritt: - Sonntagabend (Di-Do, 19-20 Uhr)
- 23. April (Tag von Kastilien und León)
- 18. Mai (Internationaler Museumstag)
- 12. Oktober (Span. Nationalfeiertag)
- 6. Januar (Heilige Drei Könige)
- Kinder unter 8 Jahren, Menschen mit Behindertenausweis, Museumskundler, Lehrkräfte, Journalisten, Arbeitslose (bei entsprechendem Nachweis)
Zutritt mit Rollstuhl oder Kinderwagen möglich.


Museo de Zamora:

Der Palacio del Cordón aus den ersten Jahren des 16. Jahrhunderts, eines der interessantesten bürgerlichen Bauwerke in Zamora, bildet zusammen mit der benachbarten Kirche Santa Lucía eines der reizvollsten architektonischen Ensembles der Altstadt und speziell des Viertels, das im Mittelalter „Puebla del Valle“ (Siedlung im Tal) hieß. Das charakteristischste Element der eleganten Fassade ist ihr prächtiges Portal. Es ist in der Art eines Alfiz, eines arabischen Schmuckelements, von der Franziskanerkordel umrahmt, die dem Gebäude seinen Namen gibt und an deren Oberseite die Wappen seiner Eigentümer prangen. Durch das Portal gelangt man in den Saal mit den temporären Ausstellungen, einen Veranstaltungsraum und die Bibliothek. Dahinter befindet sich ein neues, kubisches Gebäude, das die Architekten Tuñón und Mansilla entworfen haben. In seinem Inneren wurden die Überreste der Kolonnaden des ehemaligen Innenhofes und Teile der alten Treppe integriert. Es verfügt über mehrere Säle für Dauerausstellungen, ein Lager für die Museumsbestände und einen kleinen Anbau mit Restaurierungswerkstätten.
Das Museum ist in zwei Bereiche unterteilt: Archäologie und Kunst. Der erste ist der Geschichte der Provinz von der Altsteinzeit bis zur Moderne gewidmet, der zweite zeigt Kunstwerke – Skulpturen und vor allem Malerei – aus der Zeit zwischen dem 14. und dem 20. Jahrhundert. Komplettiert wird das Museum von einem Saal mit besonderen Objekten aus der Geschichte Zamoras.
Zu den bedeutendsten Ausstellungsstücken zählen unter anderem der Ajuar aus Villabuena del Puente (drei zusammengehörende Keramikschalen aus der Bronzezeit), der keltiberische Schatz von Arrabalde (eine spektakuläre Sammlung vorrömischer Gold- und Silberschmuckstücke), der mittelalterliche Geldschatz der Plaza Arias Gonzalo und die römischen Stelen aus Villardiegua de la Ribera.
Kontakt:
Plaza de Santa Lucía 2, 49002 Zamora
Tel: 980 516 150
Fax: 980 535 064
museo.zamora@jcyl.es
Öffnungszeiten:
Dauerausstellung von Di-Sa:
- Okt.-Jun., 10-14 u. 16-19 Uhr
- Jul.-Sep., 10-14 u. 17-20 Uhr
So: 10-14 Uhr; Zeiten an Feiertagen bitte beim Museum erfragen Temporäre Ausstellungen von Di-Fr, 19-21 Uhr.
Sa:
- Okt.-Jun.: 12-14 u. 16-19 Uhr
- Jul.-Sep.: 12-14 u. 17-20 Uhr
So: 12-14 Uhr; Zeiten an Feiertagen bitte beim Museum erfragen
Eintritt:
Allgemeiner Eintritt: 1 €; Rentner u. Studenten gratis
Sa u. So: Eintritt frei
Gruppen müssen im Voraus reservieren
Gratisführungen: Sa 17.30 Uhr u. So 12.30 Uhr


Museo Baltasar Lobo:

Das Museum ist in der ehemaligen „Casa de los Gigantes“ untergebracht, das so heißt, weil dort die Riesenfiguren für die Feierlichkeiten der Stadt aufbewahrt werden. Das Museum ist dem 1910 in Cerecinos de Campos in der Provinz Zamora geborenen Bildhauer Baltasar Lobo Casquero gewidmet, der schon in jungen Jahren eine außergewöhnliche Begabung für die Bildhauerkunst besaß und diese im Laufe seines Lebens immer weiter entwickelte. Protegiert von Picasso lernte Lobo im Frühling 1939 in Paris einige der bedeutendsten Künstler der damaligen Zeit wie Julio González, Pevsner und vor allem Henri Laurens kennen. Lobo verbrachte fast sein gesamtes Leben in Paris, wo er 1993 mit 83 Jahren starb.
Im Museo Baltasar Lobo befindet sich ein großer Teil des Nachlasses, den der Künstler der Stadt Zamora hinterließ. Aus seinem umfangreichen Werk ragen die Serie der Mutter-Kind-Skulpturen, die Fragmente des menschlichen Körpers und die Torsi heraus, bei denen er seine klassizistische Leidenschaft zugunsten einer abstrakteren Herangehensweise aufgab und häufig die Werke großer Zeitgenossen übertraf. Im Museum sind Skulpturen, Gemälde, Skizzen und Arbeitsmaterialien des Künstlers zu besichtigen.
- Adresse:
Parque del Castillo, 49001 Zamora

- Öffnungszeiten:
14. Sep.-2. Nov.:
Di-So: 10-14 u. 17-20 Uhr
3. Nov.-30. März:
Di-So: 10-14 u. 16-18.30 Uhr
1. April-30. Juni:
Di-So: 10-14 u. 17-20 Uhr
1. Juli-13. Sept.:
Di-So: 10-14 u. 18-21 Uhr
Öffnungszeiten an Feier- und Brückentagen bitte bei der Touristeninformation erfragen, Tel. (0034) 980 533 694


Centro de Interpretación de las Ciudades Medievales:

Der zwischen dem Duero und der Altstadt gelegene Ausstellungsort zur Geschichte der mittelalterlichen Städte lädt dazu ein, sich auf verschiedenen Wegen dem Mittelalter zu nähern. Er ist ein Raum des Dialogs. Auf der einen Seite das Historische, die Reflexion über Zamora und die mittelalterliche Stadt, auf der anderen die Erfahrung eines einzigartigen Raums: des „Zen-Aussichtspunkts“ mit seinem einmaligen Panoramablick auf den Fluss.
Das avantgardistische Gebäude mit seinem großartigen Panoramafenster über dem Duero vermittelt dem Besucher Einblicke in die Entstehung der mittelalterlichen Städte, in ihre Architektur, ihre Gesellschaftsstruktur, die Bedeutung der Frau im Mittelalter und vieles mehr. Kontakt:
Cuesta de Pizarro, 49026 Zamora
Tel. (0034) 980 536 240

Öffnungszeiten:
14. Sep.-2. Nov.:
Di-So: 10-14 u. 17-20 Uhr
3. Nov.-30. März:
Di-So: 10-14 u. 16-18.30 Uhr
1. April-30. Juni:
Di-So: 10-14 u. 17-20 Uhr
1. Juli-13. Sept.:
Di-So: 10-14 u. 18-21 Uhr
Öffnungszeiten an Feier- und Brückentagen bitte bei der Touristeninformation erfragen, Tel. (0034) 980 533 694


Aceñas de Olivares:

Die drei Wassermühlen von Olivares aus dem 10. Jahrhundert waren die ersten „Industriebauten“ der Stadt. Das Wort aceña kommt vom Arabischen „as-saniya“ und bedeutet „die etwas hebt“, was sich auf die Wasserräder bezieht, die das Wasser aus dem Fluss schöpfen. Mit dieser Kraft des Flusses werden die Mahlsteine bewegt, die das Korn zu Mehl zermahlen.
Im Juli 2008 wurden die umfangreichen Renovierungsarbeiten an den Mühlen abgeschlossen, die seither eine weitere touristische Sehenswürdigkeit der Stadt darstellen. Allein die Architektur der Mühlen und ihre Mahlwerke und Mühlsteine lohnen den Besuch, doch darüber hinaus laden sie zu einer einzigartigen Erfahrung ein – zu Fuß über den Duero zu laufen, mit allem, was dies beinhaltet: Wind, die Kraft des Wassers, das Mysterium des Ortes, die Natur, das Licht ... Man kann förmlich miterleben, wie die Intelligenz des Menschen im 10. Jahrhundert die Hindernisse der Natur überwand, sich ihrer bemächtigte und die bisweilen wilde Kraft des Flusses für seine eigenen Interessen nutzbar machte.
Kontakt:
Plaza de San Claudio, 49026 Zamora
Tel. Rathaus: (0034) 980 548 700
Tel. Touristeninformation: (0034) 980 533 694
Öffnungszeiten:
14. Sep.-2. Nov.:
Di-So: 10-14 u. 17-20 Uhr
3. Nov.-30. März:
Di-So: 10-14 u. 16-18.30 Uhr
1. April-30. Juni:
Di-So: 10-14 u. 17-20 Uhr
1. Juli-13. Sept.:
Di-So: 10-14 u. 19-22 Uhr
Öffnungszeiten an Feier- und Brückentagen bitte bei der Touristeninformation erfragen, Tel. (0034) 980 533 694


Museo Catedralicio

Das 1926 eröffnete Museum beherbergt Werke aus der Kathedrale und anderen Kirchen der Diözese. Der Eingang befindet sich im Kreuzgang der Kathedrale. Im Museum ist ein Teil einer großartigen Sammlung flämischer Tapisserien zu besichtigen, unter denen besonders ein Wandteppich mit der Darstellung von Lucius Tarquinius Priscus, ein um 1475 entstandenes Meisterwerk, und verschiedene Tapisserien mit Szenen aus dem Trojanischen Krieg zu erwähnen sind. Andere bemerkenswerte Werke sind die Monstranz, deren Original 1515 von Pedro de Ávila vollendet wurde, und die „Jungfrau mit dem Jesuskind und Johannes dem Täufer als Kind“, eine dem Bildhauer Bartolomé Ordóñez aus Burgos zugeschriebene Skulptur aus dem 16. Jahrhundert aus Carrara-Marmor.
Kontakt:
Plaza de la Catedral s/n, 49001 Zamora
Tel: 980 530 644
Fax: 980 530 644
catedral@diocesisdezamora.es
Öffnungszeiten:
Die Öffnungszeiten sind der Website der Kathedrale (www.catedraldezamora.wordpress.com) zu entnehmen oder bei der Touristeninformation zu erfragen, Tel. (0034) 980 533 694
Eintritt:
Allgemeiner Eintritt: 4 € (für Museum und Kathedrale)
Ermäßigter Eintritt: 2 € (Rentner, Studenten und Gruppen ab 20 Personen)
Eintritt frei für Kinder unter 12 Jahren und Mitglieder der „Amigos de la Catedral“
Audioführungen verfügbar
Kombiticket Kathedrale, Museum der Kathedrale und Museum der Diözese: 6 €, ermäßigt 3,50 € für Rentner, Studenten und Gruppen ab 20 Personen
Eintritt frei Montagnachmittag außer Feier- und Brückentagen


Museo Diocesano:

Das Museum der Diözese Zamora wurde im Juli 2012 eröffnet und ist in der romanischen Kirche Santo Tomé untergebracht. In einer Dauerausstellung und in wechselnden temporären Ausstellungen christlicher Kunst werden die wichtigsten Inhalte des katholischen Glaubens vermittelt. Die Sammlung des Museums besteht aus 34 Stücken aus den Bereichen Bildhauerei, Malerei, Gold- und Metallschmiedekunst und Mobiliar. Es handelt sich um römische, westgotische, romanische, gotische, Renaissance-, Barock-, neoklassizistische und koloniale Kunstwerke aus der Zeit zwischen dem 1. und dem 19. Jahrhundert.
Kontakt:
Iglesia de Santo Tomé, plaza de Santo Tomás s/n, Zamora
Tel: 980 531 933
catedral@diocesisdezamora.es
Öffnungszeiten:
Mo-Sa: 10-14 u. 17-20 Uhr
So u. Feiertage: 10-14 Uhr

Es wird empfohlen, sich auf der Website der Kathedrale (www.catedraldezamora.wordpress.com) oder bei der Touristeninformation (Tel. (0034) 980 533 694) nach eventuellen Änderungen bei den Öffnungszeiten zu erkundigen.
Eintritt:
Allgemeiner Eintritt: 3 €. Nur temporäre Ausstellung: 1 €
Ermäßigter Eintritt: 2 € (Rentner, Studenten und Gruppen ab 20 Personen)
Eintritt frei für Kinder unter 12 Jahren
Audioführungen verfügbar
Kombiticket Kathedrale, Museum der Kathedrale und Museum der Diözese: 6 €, ermäßigt 3,50 € für Rentner, Studenten und Gruppen ab 20 Personen
Eintritt frei Montagnachmittag außer Feier- und Brückentagen


Teatro Principal:

Erbaut auf einem ehemaligen patio de comedias (einem speziellen Innenhof für Theateraufführungen) aus dem 17. Jahrhundert, lehnt sich die Architektur des heutigen Gebäudes von 1874 an das Modell der italienischen Barock-Theater an. Wegen seiner geringen Ausmaße wird es auch „La Bombonera“ (Pralinenschachtel) genannt. Es fasst 360 Personen.
Kontakt:
C/ San Vicente s/n, 49004 Zamora
Administration Tel.: +34 980 534 719
Ticket Office: +34 980 530 751
teatroprincipal@zamora.es


Teatro Ramos Carrión:

Das 1912 von dem katalanischen Architekten Francisco Ferriol erbaute Theater wurde 1916 mit der Aufführung des Stückes „La noche del sábado“ von Jacinto Benavente eröffnet. Das Theater ist dem Dichter und Verfasser von Zarzuela-Stücken Miguel Ramos Carrión gewidmet, dessen Geburtshaus sich direkt gegenüber befindet. Das umgebaute Theater fasst 600 Personen.
Kontakt:
C/ Ramos Carrión 25, 49001 Zamora
Tel: 980 533 142